12.04.2023 Oder-Warthe-Eck, Oderbruch 90 km

Das Wetter passte und ich startete vom Bahnhof Lichtenberg zu einer spontanen Nachmittagstour an der Oder. Diesmal ging es von Küstrin auf der polnischen Seite flussabwärts. Ankunft am Bahnhof Küstrin-Kietz etwas verspätet nach 14:00 und ich fuhr zunächst über die Oder auf die polnische Seite, sehe die Bauarbeiten für die neue Eisenbahnbrücke und passierte die einstige Altstadt mit den Resten der Festungsbauten. Anschließend überquerte ich die Warthe und fuhr zur Warthemündung. Die versteckt sich hinter großen Industrieanlagen und ist nicht so einfach zu finden, lohnt aber auf jeden Fall einen Abstecher. Ich war ja nun erst letzte Woche an der Moselmündung und staunte das die Wassermassen hier denen an Rhein und Mosel gleichen. Die Breite beider Flüsse, besonders die der Oder nach der Mündung ist beeindruckend.

Anschließend führt der Weg von der Oder ins Hinterland unspektakulär auf ruhigen Landstraßen meist durch Wald und stille Dörfer. Wegweiser für Radfahrer gibt es nicht, ich richtete mich nach den Straßenschildern und kam nach zwei Stunden zur Güstebieser Fähre. Diese verkehrte leider nicht und ich radelte weiter in Richtung Hohenwutzen. Hier hat man die Oder immer im Blick. Doch schon einige Kilometer vor der bekannten Straßenbrücke gibt es eine schöne neue Fahrradbrücke, die Europabrücke, die ich begeistert benutzte und wieder auf der deutschen Seite ankam. Nun fuhr ich auf bereits bekannten Wegen des Oder-Neiße-Radwegs und dann weiter nach Bad Freienwalde, dem heutigen Ziel, wo ich 19:18 Uhr vom Bahnhof abfuhr.